Freitag, 7. April 2017

Als die Winter noch Winter waren


Ich bin mit meinem Beitrag etwas spät dran! Die Welt ist schon auf Frühling eingestellt, aber ich komme momentan zu gar nichts. Da ich auch gerade wieder umgezogen bin und noch Prüfungen schreiben musste, ist es auf diesem Blog etwas ruhig geworden. Und dabei hätte ich noch so viele tolle Beiträge zu posten...ich hoffe das bessert sich nun ein wenig.

Der Galiani Verlag war mir bis vor kurzem nicht bekannt, nun bin aber sehr froh, ihn über Umwege entdeckt zu haben. Durch Zufall ist mir die schöne Romeo & Julia Ausgabe ins Auge gestochen, weil ich aber schon so viele verschiedene Ausgaben von diesem Stück habe, konnte ich dann natürlich nicht aufhören auf der Homepage zu schmökern und entdeckte dieses schöne Buch von Bernd Brunners Kulturgeschichte über den Winter. Als Winterkind und Liebhaberin der kalten Jahreszeit musste ich das Buch dann unbedingt haben! Allein schon die Buchgestaltung kann sich meiner Meinung nach sehen lassen, dieses dunkle Blau mit den kühlen, silbernen Eiskristallen darauf macht einfach etwas her! Ein Kompliment an die Umschlaggestalter. Was kann man sich nun von diesem Buch erwarten?

Während der letzten Jahrzente hat sich unser Verhältnis zur kalten Jahreszeit durchwegs verändert. In manchen Gebieten schneit es schon seit Jahren nicht mehr und das Leben der Menschen wird im Vergleich zu früher nicht mehr von der Natur bestimmt. 2015 war das wärmste Jahr seit es Aufzeichnungen gibt, was das für den Menschen und die Natur bedeutet und wie das unsere Sicht zum Winter verändert hat, dem geht Brunner in diesem kleinen Lesebuch nach. Er begibt sich auf die Suche nach Geschichten und Belegen aus vergangener Zeit und wir Leser tauchen ein, in eine bezaubernde Welt voller Mythos und Spannung. Wir lernen Menschen kennen, wie den  Amerikaner Wilson A. Bentley, der angeblich über 5381 Fotografien von Schneeflocken anfertigte und damit bewies, dass keine der anderen gleicht. So erfahren wir viel Schönes, aber auch die Gefahren des Winters werden beleuchtet. Nicht zu vergessen ist auch der ökologische Aspekt, der mit dem Schmelzen der Gletscher eine ungewisse Zukunft darstellt.

Jedes Kapitel ist nur wenige Seiten lang, dafür sind die Informationen, die Brunner dem Leser in dieser Lektüre serviert, sehr gut recherchiert und von einwandfreier Qualität. Manchmal hat es mich an meine Uni-Skripten erinnert, da die Infos aber sehr interessant sind, habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man dieses Büchlein öfters aus dem Regal packt und immer wieder darin nachschlägt und schmökert.

Brunners Kulturgeschichte weckt oft eine Sehnsucht nach vergangenen Tagen, als die Winter noch Winter waren und man nur raus ging aus der warmen Stube, wenn man wirklich musste. Zum Holz holen zum Beispiel. Man hat einfach das Gefühl, dass die Winter früher viel schöner waren, da die Menschen gezwungen waren zusammen auszuharren und zusammenzuhalten.  Das Bedürfnis nach Wärme war einfach viel stärker gegeben, da man nicht einfach die Heizung anmachen konnte, so saß man in der warmen Stube und erzählte sich Geschichten. Das ganze Jahr über bereitete man sich auf den Winter vor, er hatte eine besondere Stellung im Leben der Menschen. Man sammelte Heu für die Tiere, legte Obst und Gemüse ein, musste Feuerholz anhäufen und sich vor der Kälte schützen, wenn man überleben wollte. "Als die Winter noch Winter waren" widmet sich der Geschichte einer Jahreszeit, mit allem, was irgendwie mit Winter zu tun und blickt am Ende vorausdeutend auf das, was noch kommen könnte.

Fazit:

Ein tolles Buch, sehr informativ, mit vielen interessanten Fakten zur kalten Jahreszeit. Der Autor schafft es aber trotzdem eine flüssig zu lesende Lektüre daraus zu machen, die gut unterhält und nicht langweilig ausfällt! Mir hat es sehr gut gefallen und ich habe viel gelernt beim Lesen !

sehr lesenswert :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Blogger Widget
Contact GitHub API Training Shop Blog About © 2016 GitHub, Inc. Terms Privacy Security Status Help