Samstag, 9. Dezember 2017

Christmas with the Savages


Die letzten Tage hab ich mit Fieber im Bett verbracht und ganz viele Bücher gelesen. Es war schön mal wieder einfach nichts zu tun und so viel Zeit zum Lesen zu haben. Heute stand ich gemeinsam mit meiner Schwester und Mama in der Küche und verbrachte viel Zeit in der Weihnachtsbäckerei. 4 Sorten Kekse macht viel Arbeit. Morgen dann nochmals 4 Sorten und dann sind alle Lieblingskekse gebacken! Umso mehr freue ich mich dann beim Lesen gemütlich einen kleinen Teller mit selbstgemachten Keksen schlemmen zu können. 

Christmas with the Savages hab ich in der Auslage des English Bookshops entdeckt und fand das Cover des Buches gleich anziehend. Erwartet hab ich mir von diesem Buch ganz im englischen Stil eine schräge Familiengeschichte und dies bekam ich auch. Dass es sich bei diesem Buch um eine Geschichte aus dem viktorianischen England handelt, machte es noch verführerischer für mich. 

Das Buch erzählt die Geschichte der 8-jährigen Evelyn, die dieses Jahr das Weihnachtsfest nicht zu Hause verbringen soll, sondern bei den Bekannten ihrer Eltern, den Savages. Evelyn ist zwar noch ein Dreikäsehoch, aber wenn es nach ihr geht, redet sie lieber mit Erwachsenen als mit lärmenden Kindern zu spielen. Die Welt der Kindheit ist der altklugen kleinen Protagonistin dieser Geschichte total unzugänglich und sie kann sie irgendwie nicht verstehen. Im viktorianischen Zeitalter hatten Kinder aus gutem Hause immer eine Nanny, die nur für sie zuständig war. Geschwister hatten alle jeweils eine eigene Nanny und so verwundert es nicht, dass Evelyn sich schwer tut mit anderen Kindern, die lieber im Dreck spielen anstatt Poesie zu lesen und über Kunst zu sprechen. Nun ja, als Evelyn in das Haus der Savages kommt, trifft sie auf viele Kinder und muss sich nun mit denen beschäftigen, denn die Erwachsenen kapseln sich ab und Evelyn befürchtet, dass es für sie das schlimmste Weihnachten werden wird, das sie je erlebt hat. 

Dann sind auch noch die Kinder der Savages alle total doof und nervig, so versucht Evelyn sich zu den Erwachsenen anzunähern, aber dann endet schließlich doch alles in Kinderspielen. 

A puffin Book by Penguin House 1955

Ich habe mit dieser Geschichte viel Vergnügen gehabt. Sie ist mit einer guten Prise britischem Humor gewürzt, gibt die Sicht einer 8-Jährigen auf die Welt wieder und zwischen den Seiten versteckt sich hier und da sogar etwas weihnachtliche Stimmung. 

Slowly, slowly the door opened and, to our astonishment, who should come in but Father Christmas. We big ones naturally guessed at once that it must be someone dressed up, but it didn’t look like anyone we knew and it did look exactly like Father Christmas.”

Davon hätte es meiner Meinung etwas mehr sein können, denn besonders diese Kapiteln las ich total gerne. Beschreibungen von gefüllten Weihnachtssocken, verführerisch schmeckende Nougatcremes und üppiges Essen oder  der Besuch von Santa Clause machen Lust auf die Weihnachtszeit. Besonders das 6. Kapitel über den Weihnachtsabend hab ich dann verschlungen ! 


Das Buch wird vermutlich nicht meine Lieblingsweihnachtserzählung werden, da lese ich dann einfach zu gerne Dickens, aber für einen kuscheligen Tag im Bett kann ich es ohne Widersprüche empfehlen. Da es außerdem nur knappe 180 Seiten hat, bietet es eine schöne Unterhaltungslektüre die genau in die Weihnachtszeit passt. Zusammenfassend ist es vor allem die Geschichte eines kleinen Mädchens, das am Ende die Kindheit findet. Und die Familie Savages ist außerdem so exzentrisch, dass das Lesen einfach schon allein deshalb Spaß macht, weil man nie weiß, was sie als nächstes aushecken. 

Christmas mit den Savages ist eine schöne und nette Weihnachtslektüre, die man sich zugute führen sollte, da das Buch schön weihnachtlich ist und keine 0815 Erzählung parat hat, die ohne dem sonst bekannten Kitsch auskommt. 

★ sehr lesenswert :)

Kommentare:

  1. Mag deine Rezension sehr gerne! Wie schon gesagt, fand ich das 'Weihnachtliche' manchmal etwas zu wenig präsent bei dem Titel, aber ich mochte auch das viktorianische Flair und die ansteckende, hibbelige Art der Savage-Kinder. :)


    Liebe Grüße
    Karin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey, ja da sind wir einer Meinung ;) Am Anfang dachte ich ja, dass die Savages eine seltsame Sippe sind, aber nach und nach beginnt man sie irgendwie zu mögen und Viktorianische Literatur trifft sowieso meistens bei mir ins Schwarze ! Und deine Rezension zu diesem Buch hat mir auch sehr gut gefallen !

      Lg zurück und einen schönen restlichen Advent!!

      Tinka

      Löschen

Blogger Widget
Contact GitHub API Training Shop Blog About © 2016 GitHub, Inc. Terms Privacy Security Status Help